Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband (SWV) - Liste 2
Das Team:
| Bewerber | Listennummer |
|---|---|
| Mag. Dr. Grabner Peter | 1 |
| Mag. Feuersinger Daniela | 2 |
| Ing. Prager Martin | 3 |
| Mackerle Dieter | 4 |
| Mag. Fitzthum Robert | 5 |
| Mag. Dr. Hermetschläger Klaus Erich | 6 |
| Ing. Mag.(FH) Wiesbauer Gerhard | 7 |
| Ing. Kapper Harald | 8 |
| Lischka Gerhard | 9 |
| Dr. Einzinger Kurt | 10 |
| Rossler Markus | 11 |
| Freinthaler Elfriede | 12 |
| Kremmel Peter | 13 |
| Tomasetig Herbert | 14 |
| Seedorff Rene | 15 |
| Todorovic Gordan | 16 |
| Ing. Steininger Ernst | 17 |
| Convalexius Mario | 18 |
| Hauer Roland | 19 |
Info: SWV - Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien
Interview mit Peter Grabner
Mehr Service für EPUs
Peter Grabner ist mit seinen 35 Jahren einer der jungen Vertreter in der Fachgruppe UBIT. Dennoch kandidiert er 2010 als Spitzenkandidat für den Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband. Als Koalitionspartner und Stellvertretender Fachgruppenobmann konnte er die Arbeit der UBIT stark mitbestimmen. Im Interview erzählt er warum sein Fokus auf der Interessensvertertung von EPUs lag und liegt.
Für welche wahlwerbende Liste treten Sie an?
Ich trete bei dieser Wahl für die Liste 2, also den Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband Wien an. Mit der Idee der Solzialdemokraten verbinde ich mehr Service, mehr Leistung und mehr Engagment für KMUs und EPUs und daher habe ich mich für eine Kandidatur auf dieser Liste entschieden.
Was hat Sie überhaupt auf die Idee gebracht in der Wirtschaftskammer politisch aktiv zu werden?
Meinen Einstieg in die Politik habe ich schon lange hinter mir. Noch während meiner Studienzeit habe ich angefangen im VSSTÖ aktiv mitzugestalten. Ich habe mich damals genauso wie heute für Leute engagiert, deren Welt ich verstehe und die meine Welt verstehen. Früher waren das Studierende und heute bin ich Ansprechpartner für UnternehmerInnen. Also für Menschen wie mich selbst. Ich bin seit dem Jahr 2000 als Unternehmensberater selbstständig tätig. Und ich habe diesen Schritt noch nie bereut. Selbstständig zu sein, heißt für mich über maximale Freiheitsgrade zu verfügen und das will ich auch meinen KollegInnen in dieser Branche vermitteln. Junge UnternehmerInnen auf Ihren Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen und sie während der ersten Jahre zu begleiten ist mir besonders wichtig. Und das kann man mit guter Arbeit in und um die Wirtschaftskammer gut verwirklichen.
Wie sah Ihr Engagment in der Fachgruppe UBIT in den vergangen fünf Jahren aus?
Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband hat in der grün-roten Koalition die Arbeit der Fachgruppe in den vergangenen Jahren intensiv mitgestaltet. Wir haben uns besonders um die Anliegen der EPUs in der UBIT bemüht und für die bessere Vernetzung unserer Mitglieder, die Plattform 1stLife ins Leben gerufen. Das Online-Portal richtet sich an Ein-Personen-Unternehmen, die allein kämpfen, eine erstklassige Ausbildung haben und sich bestmöglich präsentieren wollen. Auf der Plattform gibt es einen Marktplatz, sowie verschiedene Foren für den fachlichen Austausch. Damit das Netzwerken, aber nicht nur online bleibt, haben wir für die 1stLife Mitglieder auch regelmäßige Veranstaltungen umgesetzt, die es ermöglichten sich auch persönlich kennenzulernen. Die 1stLife Community ist seit dem Start der Plattform kontinuierlich gewachsen und das bestätigt uns in unserem Weg. Neben dieser Aktivität hat sich unser Team, allen voran Mag. Robert fitzthum intensiv um die Anliegen der UnternehmensberaterInnen bemüht. In seiner Funktion als Berufsgruppensprecher hat er nicht nur Veranstaltungen zu verschiedenen spannenden Branchenthemen umgesetzt, sondern sich auch um die Themen Normierung und Ausschreibungen für KMUs und EPUs bemüht. Auf Bundesebene hat sich KR Ing. Martin Prager intensiv dem Themen Datenschutz und Datenvorratsspeicherung angenommen. Hier wurde gemeinsam mit der Fachgruppe UBIT Wien mit der Aktion Privacy Dongle ein starkes Zeichen gesetzt. Und auch die Verleihung des Big Brother Stipendiums zeigte in der Öffentlichkeit seine Wirkung. Am wesentlichsten war aber der intensive Einsatz in verschiedenen Fachgremien, die einen Vorschlag entwickelt haben, der es ermöglichen soll, dass kleine Betriebe von den aufwendigen Datenvorratsspeicherungen ausgenommen werden. Dies alles sind Beispiele für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit in der Fachgruppe UBIT, die wir auch in Zukunft gerne weiter fortsetzen würden.
Warum haben Sie sich in Ihrer Arbeit so stark auf die Interessen der EPUs konzentriert?
Mehr als 80 Prozent der UBIT Mitglieder in Wien arbeiten als Ein-Personen-Unternehmen. Wenn wir als Standesvertretung die Interessen unserer Branche bestmöglich vertreten wollen, müssen wir diese Tatsache auch in unserer Arbeit berücksichtigen. EPU arbeiten hochgradig vernetzt, oft projektbezogen, sind sehr internetaffin und sehen berufliche Selbständigkeit als Ausdruck selbstbestimmter und nicht fremdbestimmter Arbeits- und Lebensformen. Die Wirtschaft von heute ist unteilbar. Klein braucht Groß und Groß braucht Klein. Mit einem Ruderboot kann man schwer die Weltmeere befahren, umgekehrt brauchen große Schiffe kleine, wendige Boote, um an Land gehen zu können. Dass Einpersonenunternehmen jedoch andere Bedürfnisse als Konzerne haben ist klar. Genau dieses Wissen macht eine gute Interessensvertretung aus. Als Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband wissen wir das und vertreten genau diese dynamische Gruppe von UnternehmerInnen mit einer verantwortungsvollen Wirtschaftspolitik und konkreten Maßnahmen.
Und wie sehen diese Maßnahmen aus?
Am Ende des Tages verkaufen wir Wissen, also ist es unsere ureigenste Aufgabe aktuelles Wissen in der Beratung zu vermitteln und zügig weiterzugeben. Daher setzen wir konkret auf die Vernetzung und Ausbildung der EPUs. Neben 1stLife haben wir selbst im Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband für beides einen Platz geschaffen. Seit Herbst 2009 bietet die Vienna Business Academy (vba) kostenlose Lehrgänge zur strategischen und operativen Unternehmensführung an. Bei der Business Night (b-night) können EinpersonenunternehmerInnen, die den ganzen Tag arbeiten und nicht dazu kommen ihr Netzwerk zu pflegen, in entspannter Atmosphäre abends gemeinsam feiern und sich so intensiv vernetzen. In wirtschaftspolitischer Hinsicht haben wir ganz klare Forderungen definiert. Hierzu zählen unter anderem eine günstigere Arbeitslosenversicherung, die Abschaffung des Selbstbehalts von 20 Prozent bei der GSVG-Krankenversicherung, die Bereitstellung flexibler Kinderbetreuungseinrichtungen mit längeren Öffnungszeiten, den verbesserten Zugang zu „Mikrokrediten“, sowie die Abschaffung der Lohnnebenkosten für den/die erste/m MitarbeiterIn im ersten Jahr.
